Freitag, 20. Juli 2012

in memoriam

Ich wollte unbedingt ein Erinnerungslayout über Socke scrappen, so schwer gefallen wie das ist mir ein Layout noch nie. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so mitnimmt. Ich weiß ja, dass das Leben endlich ist und dass Katzen nicht so alt werden wie wir, und ich sage mir die ganze Zeit, dass Socke eben nur ein Haustier war, aber das tröstet mich nicht wirklich. Ich hoffe, dass ich in ein paar Tagen/Wochen ohne Tränen an ihn zurückdenken kann. Lieben Dank auch für die Kommentare.

I wanted to scrap a layout about Socke badly, no layout was such difficult for me to scrap as this was. I really didn't imagine that his death upset me the way it does. I know that life doesn't last forever and that cats don't live as long as we do. And I tell myself all the time that he was "only" a cat, but that doesn't comfort me at all. I hope I can think of him without tears in my eyes soon. Thanks for all the comments.



Journaling: Bevor du zu uns kamst, hatten wir ein paar Wochen einen Kater aus dem Tierheim, doch mit Teddy war ein Zusammenleben nicht möglich, wir mussten ihn zurückgeben und beschlossen lieber einer kleinen Katze ohne Vorgeschichte ein Heim zu geben. In den Herbstferien 1998 stand in der Tageszeitung eine Annonce, dass Kätzchen vom Bauernhof neue Familien suchen und wir fuhren mit Rasmus hin. Die Bäuerin gab mir und ihm je eins des Wurfs vom 17.August des Jahres, der aus 5 Katern und einer Katze bestand, auf den Arm. Ich hatte die Katze und wollte sie mit nach hause nehmen - und Rasmus sagte „...und den hier nehmen wir auch mit !“ - und damit meinte er dich. So zogst du mit deiner Schwester Cleo bei uns ein. Deinen Namen „Socke“ verdankst du deinen weißen Pfötchen. Du warst so klein und wuschelig und anfangs mussten wir dir helfen, wenn du auf die Couch springen wolltest, aber schon bald konnte man sehen, dass du mal ein ganz großer Kater werden würdest. Weil du deine Krallen meist nicht richtig eingezogen hattest, hörte es sich lustig an, wenn du über den Fliesenboden liefst. Und manchmal, wenn du neben Cleo im Körbchen schliefst, hörte man ein schmatzendes Geräusch; dann saugtest du an deinen Pfötchen wie kleine Kinder am Daumen nuckeln. Bald nannten wir dich „Dicker“, weil du nicht nur groß sondern auch ganz schön schwer wurdest. In deiner schwersten Zeit brachtest du mehr als 8 Kilo auf die Waage, daran änderte auch deine Nierenkrankheit nichts, die du mit etwa 6 Jahren bekamst. Von da an achteten wir darauf, dass du nur Spezialfutter bekamst und es ging dir gut. Das änderte sich erst Ende 2011, als du immer dünner wurdest. Anfangs freuten wir uns, weil dein Übergewicht nicht gut für dich sein konnte, doch dann sorgten wir uns, weil du richtig abmagertest. Ein Bluttest brachte den Grund zum Vorschein, du hattest eine Schilddrüsenüberfunktion. Mit der Tablette am Morgen, die du brav in einer Leberwurstkugel versteckt schlucktest, hatten wir das schnell im Griff. Bald warst du wieder „der alte Socke“, der morgens ungeduldig auf sein Futter wartete, der verschmust war und das Striegeln genoss und der hin und wieder Cleo jagte. Ja, manchmal warst du ein richtiger Macho - einmal hast du sogar mit der Kralle, und du hattest lange Krallen, in Cleos Auge gehackt. Ein Unfall, keine böse Absicht ! Mit Absicht hast du allerdings manchmal irgendwohin gemacht oder Cleo „verhauen“, weil du sauer auf uns warst. Du konntest keine Türen öffnen, aber du warst trotzdem ein ganz Schlauer, der auf seinen Namen hörte und wusste, wie er die Dosenöffner, uns, dazu bringen konnte, dass sie endlich die Futternäpfe füllten. Du knistertest dann mit Papier oder Folie, kautest darauf herum; denn du hattest schnell kapiert, dass wir das nicht wollten und irgendwann entnervt deinen Willen erfüllten. Bis zum 18. Juli 2012 waren wir fast ohne Pause für dich da. Nur einmal musstest du 3 Wochen Urlaub in einer Tierpension machen, und hast uns so vermisst, dass du ganz mager geworden warst. An deinem letzten Tag warst du bis mittags so wie immer : ungeduldig aufs Futter wartend, schnurrend um Streicheleinheiten bettelnd, munter und agil. Und dann lagst du plötzlich schnell hechelnd auf dem Boden, warst nicht mehr richtig ansprechbar und konntest dich nicht mehr auf den Beinen halten. Wir hatten dich schon in den Transportkorb gesetzt um zum Arzt zu fahren - und dann bist du einfach gestorben. Du hast nicht lange leiden müssen, das ist ein kleiner Trost, aber wir werden dich für immer vermissen !

Kommentare:

Michelle LaPoint Rydell hat gesagt…

Oh Frauke, my heart breaks for you. I'm so so sorry for your loss. Your page is a beautiful tribute to your friend. Hugs to you.

scraptime hat gesagt…

Dein Journaling ist so herzzerreißend... wunderschön!

Bille hat gesagt…

Ach Frauke, das tut mir so Leid mit eurem Katerchen. Ich kann gut verstehen, dass du ihn so sehr vermisst. :-( Dein LO ist so schön!

Diana hat gesagt…

aich Frauke, was für ein ergreifendes Journaling. Leider ist der Abschied jedes Mal so schwer, aber die Tiere geben uns so viel solange sie bei uns sind, dass es sich lohnt auch den Schmerz auf sich zu nehmen.